Zukunftsträume oder – ängste?


Etwas, dass glaube ich jeden von uns betrifft.  Kämpfen mit den Ängsten, aber auch mit den Träumen. Was will ich später einmal werden?
Genau das hat man uns doch schon als Kinder gefragt. Als ob wir darauf schon eine echte Antwort wussten. Als ob wir es jetzt schon wissen.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir darauf gedrillt werden immer besser zu sein, immer besonders, individuell aber kompatibel.
Wir müssen unsere Zukunft schon mit 16 bzw. 19 planen und wissen was wir machen wollen.
Ist das überhaupt realistisch?
Ich wollte früher einmal Meeresbiologin werden, ungefähr seit ich in der Grundschule bin. Ein schöner Traum, einmal in einem fernen Land zu leben und zu arbeiten. Nach der Grundschule (6. Klasse) musste ich entscheiden: will ich auf eine Oberschule oder auf ein Gymnasium. Da ich Meeresbiologin werden wollte kam nur das Gymnasium für mich infrage.
Je mehr sich das Abitur näherte, desto unsicherer war ich. Also was sollte ich tun?
Mein Traum von der Biologie hatte sich in Luft aufgelöst. Nun waren meine liebsten Fächer Deutsch und Kunst. Ich habe über die Jahre gelernt das Lesen zu lieben, Notizen zu machen und mein Tagebuch führte ich eh schon seit 2006. -> Nun die Frage was kommt jetzt? Was studieren?
Seit 2013 studiere ich Germanistik und liebe es. Es war die richtige Entscheidung, doch was ich danach machen möchte weiß ich mittlerweile auch nicht mehr. Lektorin ist noch immer ein Traum, aber es gibt noch so viel mehr, das für mich möglich ist.
Unser Leben ist voll von wichtigen Entscheidungen und viele davon müssen wir schon früh treffen, doch muss nichts endgültig sein! Viele meiner Freunde oder Bekannten haben ihren Studiengang gewechselt, zu einem anderen oder einer Ausbildung. Nicht wenige gehen nach dem Abi ins Ausland um sich zu finden und um Antworten zu bekommen, aber eine Auszeit ist noch kein Versprechen, dass man danach weiß, was man machen soll.
Ich werde immer wieder gefragt: Franzi, was macht man eigentlich mit einem Germanistik- und Kunstgeschichtsstudium (BA)? Früher habe ich darauf geantwortet: Ich möchte in einen Verlag. Jeden Tag tausende Wörter lesen und in Geschichten verschwinden, neue Welten entdecken! – Jetzt sage ich: Ich weiß es noch nicht, aber ich habe auch noch Zeit es herauszufinden.

Auch wenn es in dieser Zeit die Norm ist, alles so schnell wie nötig und effizient wie möglich zu tun, muss man sich noch lange nicht daran halten. Warum sollen wir uns den ‚zum Henker‘ so unter Druck setzten und am Ende in einem schrecklichen Job versauern, wenn wir es doch ganz anders haben könnten?
Vielen ist das, glaube ich, nicht so bewusst. Sie versuchen Erwartungen zu erfüllen und andere (z.B. Eltern) glücklich zu machen. Sich nach der ‚Norm‘ zu richten. Vergessen, dass es ihr Leben ist und sie das Beste daraus machen sollten!

Mit dem Leben in ständiger Unsicherheit, finde ich einen Anker, Menschen die mich inspirieren, die mir klar machen, dass es richtig ist genau das zu tun was ich möchte – um meinen Traum zu verwirklichen. -> In einem Job zu arbeiten, der mich jeden Tag glücklich macht!
Anker sind zur Festigung und nicht um Luftschlösser zu halten. Nichts sollte man auf die leichte Schulter nehmen, man sollte es zu schätzen wissen, dafür hart arbeiten und sich immer gut informieren.

Seit zwei Jahren habe ich genau das gefunden, was ich nicht gesucht aber gebraucht habe. Eine sehr inspirierende Person, die mich aufbaut, mich motiviert und glauben lässt, man kann alles schaffen, auch wenn es mal nicht gut läuft.
Der Glaube an einen Selbst, als Antrieb nutzen und das schaffen was zuvor niemand erwartet hat.
Als  Peachgalore ist sie auf YouTube bekannt und als Autorin Mona Kasten. Sie ist ein Vorbild für mich, ohne, dass ich mich mit ihr vergleiche (versuche es zumindest). Lasse mich inspirieren und verfolge mit großem Eifer ihren Weg.
Der WDR-YouTube-Kanal hat vor einigen Tagen 2 Videos hochgeladen, die mich wieder zum nachdenken angeregt haben.
Schreib was fertig! – Mona Kasten im Gespräch“ und „Wie werde ich Autor/Schreibe ich ein Buch

Ich weiß nicht was noch kommt, weiß nicht wie ihr diesen Beitrag findet. Es ist immer noch seltsam meine Gedanken zu teilen. Ich weiß aber das ich meinem Weg treu bleibe, das zu tun was ich schon immer tun wollte! Nur für mich und ich finde das sollte jeder tun. 🙂

Ich bin gespannt was ihr zu diesem Thema sagt, also lasst fleißig Kommentare da. Sagt mir wie es euch dabei geht!

Advertisements

14 Gedanken zu “Zukunftsträume oder – ängste?

  1. Zukunftsängste sind wohl genau das, was einen plagt in unserem Alter. Selbst wenn du schon die nächsten Jahre recht klar vor Augen hast. Aber alleine der Gedanke daran, dass ich in 6 Monaten Abitur schreiben soll und dann plötzlich in etwas Neues geworfen werde, lässt mir das leichte Gefühl

    Gefällt 1 Person

  2. -ha auf Senden gekommen-
    …. lässt mich das leichte Gefühl des Schwindels spüren.
    Hobby zum Beruf: wohl genau mein Traum. Jedermanns Traum.
    Aber ich glaube auch noch dran – bin jung und naiv – und werde erst eine Buchhändlerausbildung machen. Anschließend habe ich den Plan der Journalistin ins Auge gefasst… mal sehen.
    Aber es ist doch schön, wenn man sich noch mehrere Optionen offen lässt und sich nicht so sehr versteift.
    Mach dein Ding und glaub an deine Träume. Wir verbreiten gute Energie und Hoffnung!
    Liebe Grüße
    Itchy

    Gefällt 1 Person

    1. Ja das Gefühl kenne ich. Die Zeit vergeht aber auch so schnell! Ich finde es gut einen Plan zu haben nach den man sich richten kann und ich hoffe das klappt alles so wie du es dir vorstellst :)… Aber ein bisschen Zeit hast du ja noch 😉 Danke für den lieben Kommentar.

      Gefällt 1 Person

  3. Bei meinem Bruder war damals in der Grundschulklasse ein Junge, der von seinem Vater gedrillt wurde, Arabisch zu lernen, weil ihn das angeblich später mal weit bringen würde… Daran sieht man, wie sehr Eltern, Schule, Umfeld etc. Einfluss auf jemanden nehmen – was natürlich nicht immer negativ sein muss!
    Klar ist es so, dass manche Jobs luktrativer sind. Aber wenn man einen Beruf nur des Geldes wegen ergreift, wird man nicht glücklich. Und darauf kommt es doch an. Ich studiere ja auch Germanistik und mir wurde genauso oft die dämliche Frage gestellt, was ich damit anfangen werde. Eine Antwort konnte ich nicht geben. Ich habe dieses Fach gewählt, weil es mir Spaß macht. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang.
    Man kann die Zukunft einfach nicht vorhersehen. Vielleicht studiert man jahrelang Jura, weil Juristen gut verdienen, und dann wird man plötzlich als Autor entdeckt und landet ganz woanders (→ Stichwort Goethe ^^). Man sollte nicht darauf hoffen, dass so etwas passiert, aber möglich ist es.
    Außerdem ändern sich Interessen im Laufe des Lebens, besonders in der Jugendzeit. Literatur stand bei mir damals nicht auf dem Programm, ich habe ja nicht mal Bücher gelesen :D. Das kam erst innerhalb der letzten Jahre. Letztlich sollte man immer seinen Interessen folgen und gleichzeitig schauen, was am Wegesrand steht :).

    Insgesamt ein schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt :).

    Liebe Grüße,
    Davi

    Gefällt 1 Person

    1. Solche Beispiele kenne ich auch, wo Kinder von ihren Eltern gedrillt werden soviel wie möglich zu tun, so dass man kaum noch Freizeit hat. Wenn man es nicht übertreibt mit der Förderung und auch auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht ist der Einfluss keines Falls negativ! 🙂
      Leider kenne ich viele die sich eher danach richten, einmal viel Geld zu machen obwohl der Bereich eigentlich nicht ihren Interessen entspricht! Ein paar haben das nach einiger Zeit gemerkt und noch einmal gewechselt, aber manche werden es vielleicht nie merken … Ich finde auch, dass es am wichtigsten ist glücklich zu sein. Natürlich braucht man Geld aber das sollte nicht das wichtigste überhaupt sein 🙂
      Danke für deinen lieben Kommentar. Ich dachte mir es ist ein Thema, das mich ständig begleitet und ich werde ja nicht die einzige damit sein ^^.

      Gefällt mir

  4. Ein sehr cooler Beitrag. Ich bin 22 jetzt. Habe mit 18 Abitur gemacht und danach nicht gewusst was ich machen soll. Spontan und durch Glück ein Freiwilliges Kulturelles Jahr gemacht im Thüringer Theaterverband. Gemerkt, dass es zwar gut ist, aber nichts für mich. Zu wenig Geld, zu lanfe Arbeitszeiten… danach habe ich wieder nicht gewusst, was ich wollte. War beim Arbeitsamt und habe da auch wieder durch Glück und zufall eine Ausbildung zur Handelsfachwirtin bekommen. Bei Deichmann im Verkauf. Kundenkontakt macht mir Spaß und auch allgemein so im Laden etc mit den Aufgaben. 2016 wäre ich fertig gewesen. War schon fast im 3. Jahr. Ich wollte danach zwar im Buchhandel arbeiten, aber trotzdem wollte ich die Ausbildung beenden, weil ich dann einen hohen Abschluss hätte. Mein Unfall Anfang des Jahres hat alles verändert. Ich werde meine Ausbildung nur noch bis zur 2. Prüfung: kauffrau im Einzelhandel beenden können, weil ich körperlich nicht mehr 8 h im laden stehen kann und mich sonst nicht mit schweren lasten und viel im bücken oder so arbeiten kann. Ich weiß noch nicht, was ich danach mache. Vllt fange ich an mit studieren? Buchwissenschaften? Oder mache uch noch eine andere Ausbildung? Ich weiß es nicht. Aber das ist okay. Man muss nur auch die verständnisvollen eltern haben. Meine mum war da ganz gechillt… mein Papa hat öfters genervt, aber das war vllt auch gut. Sonst hätte ich mich wohl nie bemüht. : ) manchmal gibt es auch momente, die einen verändern. Ich bin bis jetzt nur so durchs leben gestolpert. : ) es ist okay : )

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir! Das Leben spielt meistens auch nicht so mit wie wir es eigentlich wollen… Ich hoffe du findest noch etwas das dir VIEL Spaß machen wird 🙂 und vielleicht ist ja EIN Studium genau das richtige ? Buchwissenschaften klingt nämlich wirklich interessant! Das die Eltern Verständnis haben ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, denn das bringt Motivation, aber das sollte nicht der einzige Antrieb sein 😉
      … Ich hoffe du stolperst weiter so durchs Leben und dann passiert dir etwas Großartiges oder etwas Normales das schön ist 😉

      Gefällt 1 Person

  5. Sehr schön zusammengefasst, was ich mir schon lange gedacht habe. Ich bin zwar noch nicht fertig mit der Schule, was mir zumindest noch ein bisschen Zeit verschafft, aber trotzdem ist da dieser Druck, sich zu entscheiden, das Richtige zu tun, etwas zu erreichen.
    Aber eigentlich sollte man sich doch vielmehr Zeit nehmen können, etwas zu finden, das einem auch in ein paar Jahren gefällt. Und wenn es dann doch nicht klappt, dann findet man eben ertwas anderes! Aber diese Angst davor, zu scheitern, ist in unserer Zeit einfach gewaltig geworden. Überall ist dieser Leistungsdruck. Schon die Vorstellung, dass in einer Familie nur ein Elternteil arbeitet ist ein Drama.
    Ich habe noch keine Ahnung was ich werden will, aber irgendetwas wird sich da schon finden ^^

    Gefällt 1 Person

    1. Danke 🙂 Ich fand es auch mal wichtig das es jemand sagt ! Ich finde das Messen sehr informativ sind ! Also Ausbildungsmessen, Studienmessen, Jobmessen und ganz interessant sind Praktika. Dadurch bekommt man einen kleinen Einblick und vllt findest du ja auch dort etwas was dich interessiert ^^ Aber du solltest dich nicht stressen und dann vielleicht etwas falschen machen, nur weil man sich dazu gezwungen fühlt überhaupt etwas zu tun 🙂 Das Thema ist einfach sehr vielschichtig und betrifft einfach jeden !
      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar 😊🐈📚

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s