– Germanistik studieren #2 –

Weiter geht es mit dem Studiengang Germanistik allgemein! (*Nicht vergessen, dass ist an der TU Dresden so!)

Germanistik teilt sich zum einen in Literatur und Kultur und in Sprache und Kultur auf. (Meiner Meinung nach kommt das Kultur manchmal etwas zu kurz!)
Literatur und Kultur beinhaltet die neuere deutsche Literaturwissenschaft (NDL) und die ältere deutsche Literaturwissenschaft (ÄDL/Mediävistik). Die Namen geben schon den Inhalt preis.
In ÄDL lernt ihr wie sich die deutsch Sprache über die Jahrhunderte entwickelt und verändert hat, zudem vieles über die historisch-sozialen Umstände und kulturellen Eigenheiten. Außerdem lernt ihr ‚alles‘ über das Mittelhochdeutsche. ACHTUNG: Hier wird viel Grammatik gemacht. Das Mittelhochdeutsche ist wie eine Fremdsprache, da es sich sehr von dem Deutsch das wir heute schreiben und sprechen unterscheidet. Aber da müsst ihr durch – glaubt mir es wird besser (und es könnte euch tatsächlich Spaß machen!) Die zeitliche grobe Grenze und der Schwerpunkt ist das Mittelalter.
Ab da an setzt die neuere deutsche Literaturwissenschaft ein. Hier beschäftigt ihr euch mit der Literatur von der Reformation bis in die Neuzeit. (Hier möchte ich ehrlich anmerken, dass es das Fach ist, dass ich am wenigsten mag. Aber, das müsst ihr selbst für euch herausfinden.)
In den ersten Semestern werdet ihr grob von allem das Wichtigste als Einführung lernen.
Später könnt ihr euch dann selbst Seminare wählen, die in euren Plan passen und euch (mehr) interessieren!

Sprache und Kultur besteht aus 3 Teilen.
Beginnen wir mit der germanistischen Sprachwissenschaft. Klingt für den Anfang ziemlich wissenschaftlich und das ist es auch. In dem Einführungskurs der germanistischen Sprachwissenschaft (Ges) lernt man zum einen etwas zur Sprachgeschichte allgemein, genauso wie zum Aufbau der deutschen Sprache und, wie ich es immer so gern sage, alles was im Duden steht (Grammatikregeln, alle Pronomenarten wiederholen, Satzbausteine bestimmen etc.!). Es ist eine ziemlich staubige Angelegenheit und verlangt viel Arbeitswillen und Durchhaltevermögen. Aber bedenkt die Seminare die folgen werden spannender. So habe ich z.B. im 3. Semester ein Seminar in Ges belegt mit dem Namen ,, Deutsch als Problem für deutsche Muttersprachler“.
Als zweites kommt dann die angewandte Linguistik. Bitte nicht täuschen lassen, denn so viel Anwendung gibt es da nicht, aber immerhin etwas. Hier bekommt ihr einen Einblick in die Kommunikationsformen des Deutschen (z.B. Gesprächsanalysen…) und in alle möglichen Formen der Linguistik, also der Sprachwissenschaften (z.B Korpuslinguistik, forensische Linguistik , Soziolinguistik u.v.m.). In diesem Fach werde ich meine Bachelorarbeit verfassen und ich mag es auch am liebsten. Die angewandte Linguistik lässt sich gut mit aktuellen Themen vereinbaren und hält eine breite Spannweite an Forschungsmöglichkeiten offen!
Zu guter Letzt kommen wir zu DaF, also Deutsch als Fremdsprache. Hier lernt ihr, nun ja, alles über das Deutsche als eine Fremdsprache, also Vermittlungswege, Lehr- und Lernmethoden.

Ihr müsst diese „Basismodule“ (ÄDL, NDL, ALI, GES, (DaF)) als einführende Kurse, dass bedeutet jeweils eine Vorlesung, einen Einführungskurs und ein Tutorium (so in etwa wie Nachhilfe von älteren Semestern), belegen. Eines davon muss als erweitertes Basismodul gewählt werden. Das bedeutet ihr belegt zusätzlich ein Seminar mit dem Schwerpunkt: wissenschaftliches Arbeiten. Allgemein werden zu allen 5 Basismodulen Klausuren (90min pro) geschrieben. Bei dem erweiterten Modul wird eine zusätzliche Leistung gefordert (z.B. Projekt in Gruppenarbeit). In den Seminaren sind Prüfungsleistungen meistens Referate mit folgenden Hausarbeiten, kurze Essays etc. Bei Vorlesungen wird eigentlich immer eine Klausur geschrieben.
Danach wird es etwas kniffliger, aber auch spaßiger!
Nun folgen die Vertiefungs- und Ausbaumodule, bei denen ihr zwischen mehreren Seminaren wählen könnt. Jedes Modul muss mit 4 Fächern (2 Sprache & 2 Literatur) belegt werden ( also immer NDL & ÄDL und 2 von 3 der Sprachseminare, also entweder ALI und GES oder ALI und DaF etc.).
Zum Schluss wählt ihr noch ein Spezialisierungsmodul. In diesem werdet ihr dann vorzugsweise eure Bachelorarbeit verfassen! Hier könnt ihr aus allen 5 Bereichen eines wählen.

Das war es auch schon mit dem ganzen Theoriekram. Habt ihr alles so weit verstanden? Falls nicht fragt einfach nach!
Morgen werde ich euch meine pro & contra Liste zu diesem Studiengang zeigen.
Also bis Morgen, eure Franzi 🙂

->Hier kommt ihr zu Teil #1 <-

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6 Gedanken zu “– Germanistik studieren #2 –

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