– Befreiend –

Ich liege auf meinem Sofa und weiß nicht was ich tun soll, deswegen schreiben ich. Es ist ziemlich spät, aber ich bin noch nicht müde. Es läuft mal wieder ein Lied von Pentatonix. Ich mochte Acapella schon vorher. Seitdem ich Pitch Perfect gesehen habe.
Manchmal, in ganz speziellen Momenten, erinnere ich mich an einen bestimmten Augenblick zurück. Kein Spezieller oder besonders Aufregender. Es sind eher die ruhigen Momente die mich beschäftigen. Ich höre ein Lied und auf einmal sehe ich mich in meinem alten Kinderzimmer, das wirklich nicht sehr groß war. Es ist Abend und ich liege, wie jetzt, einfach da und mache etwas oder auch nichts. Manchmal lese ich ein Buch, oder schreibe etwas. Nicht das ich jemals etwas bis zum Ende geschrieben hätte, aber ich habe oft angefangen. Keine Ahnung ob meine Erinnerung an diese Momente Wirklichkeit ist, aber das ist egal, denn darum geht es nicht. Worum es genau geht weiß ich allerdings auch nicht. Dies ist wohl eine dieser wichtigen Fragen im Leben – die Frage nach dem Sinn!
Vielleicht möchte mein Gehirn mir etwas sagen. Eine unterbewusste Botschaft senden um mich an etwas zu erinnern. An einen glücklichen Moment?!
Es macht mich nachdenklich, denn damals als Kind und Jugendlicher war das Leben so viel anders. Jedes Problem, das riesig schien war es am Ende nicht. Jede Wunde heilte und der Schmerz verging mit der Zeit.
Mit jedem Lebensalter, dass ich verlebe merke ich und lerne. Auch wenn Wunden heilen, bleibt die Erinnerung, auch wenn es keine sichtbare Narbe ist, so bleibt sie trotzdem für immer. Es gibt Probleme die man nicht so  leicht lösen kann und die am Ende noch riesig bleiben. Schmerz vergeht nicht. Er bleibt wo er ist und versteckt sich, um aus einer längst vergessenen Ecke zu springen und das Leben wieder etwas schwerer zu machen.
In diesen bestimmten Momenten krame ich alte Tagebücher heraus. Lese was für Dummheiten ich früher angestellt habe, was ich für seltsame Sachen gedacht habe und bin froh. Ich bin froh, dass ich ein  Medium aufbewahrt und benutzt habe, dass anders als ein Foto etwas mehr bewahrt. Tiefere Erinnerungen, die sich jeder Zeit erwecken lassen, wenn ich die ein oder andere bestimmte Zeile lese. Die mich glücklich machen oder auch tief traurig.
Ich werde mir Dinge bewusst, die längst tief in einer Kiste verstaut waren – und ich lerne. Auch wenn mich diese Momente melancholisch stimmen, mich traurig machen und fragen lassen ob es alles richtig war was ich mache, schöpfe ich gerade aus diesen Dingen neue Kraft.
Manchmal fehlt einem einfach etwas, mit den Worten des verrückten Hutmachers: Ich habe mein Mehrsein verloren, aber bemühe mich es immer wieder zu finden, auch wenn die Suche manchmal etwas länger dauert. Es hilft etwas zu tun, was einem den Kopf frei macht. So wie ich – genau jetzt. Ich schreibe… und habe nicht in eines meiner Tagebücher gesehen. Ich möchte Erinnerungen erst einmal vergessen bevor ich sie wieder erwecke und manche einfach noch tiefer vergraben. Aber ich fühle mich befreit – mit einem leichten Kloß im Hals. Der könnte allerdings auch von meiner Erkältung kommen.
Jetzt bin ich bereit für den nächsten Tag, die nächste Aufgabe, das nächste Problem anzugehen. Ich weiß noch nicht was ich genau jetzt tun werde, aber es ist egal solange ich nur etwas unternehme.
Also dann …

Dies ist mal ein Experiment meine Gedanke etwas „künstlerischer“ zu verpacken! Schreibt mir gerne wie es euch gefallen hat und ob ihr diese „Flashback“ Momente kennt.
Bis zum nächsten Mal 🙂
eure Franzi

Quelle Bild: Tumblr/ bearbeitet mir picmonkey

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2 Gedanken zu “– Befreiend –

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