Lesejury – Leserunde – mein Fazit

Heute möchte ich euch eine Seite vorstellen, die ich selbst erst vor Kurzem entdeckt habe. Ich bin sehr dankbar, dass uns Verlage die Möglichkeiten geben zum einen auf dem Laufenden zu bleiben, an Gewinnspielen teilnehmen zu können und auch Rezensionsexemplare anzufragen. Die Bastei Lübbe AG hat dazu diese Seite: lesejury.de ins Leben gerufen. Nachdem man sich angemeldet hat, kann man bei Gewinnspielen und vielerlei Aktionen mitmachen. Außerdem sammelt man mit bestimmten Aktivitäten, wie z.B. mit Rezensionen veröffentlichen oder sein Profil vervollständigt, Bonuspunkte die man (wenn man genug hat) einlösen kann. Im Prämienshop kann man für seine Punkte (viele Punkte!!) dann Bücher ergattern. Viele weiter Funktionen sind ebenfalls vorhanden, wie Diskussionsforen, ein Online Shop und natürlich alles zu den Büchern des Verlags. (Die ich persönlich nicht in Anspruch nehme.)

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Ich bin durch einen Tweet von Mona Kasten auf diese Seite aufmerksam geworden. Sie schrieb, dass man bei Lesejury.de bei einer Leserunde zu ihrem Buch mitmachen könnte. Da ich noch nie an einer Leserunde teilgenommen habe, dachte ich mir wäre das eine gute Idee. Allerdings habe ich mich nicht für die Leserunde von Begin Again beworben, sondern für den dritten Teil der Magisterium Reihe von Cassandra Clare und Holly Black. Tatsächlich hat es auch direkt geklappt.

Man bekommt, wenn man für eine Leserunde ausgelost wurde, ein gebundenes Skript zu dem jeweiligen Buch. Es werden verschiedene Abschnitte in einem bestimmten Zeitraum gelesen und eine Vorstellungsrunde am Anfang angesetzt, bei der man seine Erwartungen an das Buch teilen kann. Da ich, wenn ich ein Buch lese und es für gut befinde, eine Schnellleserin bin, waren mir die Intervalle in denen man eine bestimmte Seitenanzahl lesen sollte etwas zu lang. Es ist allerdings auch nicht das schlechteste mal etwas gezügelt zu werden.
Bei der Leserunde zu Magisterium war es so, dass anfangs 30 Teilnehmer geplant waren, aber dann 50 gelost werden konnten.
Mir ist klar, dass das unglaublich großzügig und toll ist, für alle die sich beworben haben, allerdings finde ich 50 Teilnehmer für eine Leserunde einfach zu viel. Man kann sich einfach nicht mit 50 Leuten über ein Buch austauschen. Schöner hätte ich es gefunden, wenn es kleinere Runden gäbe (z.B. 5 Leserunden a 10 Teilnehmer – also einfach aus einer großen 5 kleine Leserunden zu machen).
So gab es für mich kaum Austausch und es war wie allein lesen – aber das ist ja nicht der Sinn einer Leserunde, oder?
Am Ende hat man noch einen bestimmten Zeitraum in dem man die Rezension hochladen kann. Wenn das alles getan ist bekommt man das richtige Buch zugeschickt (natürlich  nur wenn man sich für das Buch und nicht die epub etc. Version beworben hat).

Bei mir gab es da leider ein paar Lieferprobleme, da ich erst kurzfristig bescheid bekommen hatte, dass ich umziehen kann. Aber die Mitarbeiter waren unglaublich nett und hilfsbereit. Das Konzept der Leserunde hat mir auch sehr gut gefallen, aber von der Umsetzung war ich etwas enttäuscht. Da lese ich lieber mit ein oder zwei Personen zusammen um ich auch ausgiebig über das Gelesene austauschen zu können.

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Seitdem die Leserunde von Magisterium 3 vorbei ist, schaue ich nur ab und zu mal vorbei um entweder eine Rezension hochzuladen oder zu sehen, was es sonst so für Aktionen gibt. Den Shop nehme ich nicht in Anspruch. Ich bestelle lieber bei Amazon oder gehe in einen Buchladen.
Es ist trotzdem eine schöne Möglichkeit, die uns die Bastei Lübbe AG bietet und ich bin sehr dankbar dafür. Mit ein paar kleinen Verbesserungen würde es mir noch besser gefallen und wäre auch sinnvoller! Also falls ihr Lust habt an einer Leserunde teilzunehmen, dann schaut einfach mal vorbei. Vielleicht ist ein Buch nach eurem Geschmack dabei! 🙂

Habt ihr Erfahrungen mit lesejury.de gemacht? Dann teilt es doch gern mit uns in den Kommentaren! Würdet ihr die Seite weiter empfehlen?

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5 Gedanken zu “Lesejury – Leserunde – mein Fazit

  1. Ich habe gerade die 3. Leserunde beendet und beim letzten Buch fand ich es extrem lang, dass man nur 1 Abschnitt in jeder Woche lesen kann. Das Buch war leider auch nicht so ganz nachhaltig, so dass ich schon fast vergessen hatte, was ich in der Vorwoche gelesen habe.

    Normalerweise lese ich alle meine Bücher bei Leserunden.de, denn dort bin ich Moderatorin, aber ich wollte auch mal etwas anderes ausprobieren und über den Tellerrand schauen. Bei meiner letzten Runde war die Autorin dabei, aber irgendwie wurde keine Frage an sie gestellt ….. auch doof.

    Mir missfällt, ebenso wie Dir, die Masse der Leser. Es kommt keine Diskussion auf, die Leute posten ihren Eindruck und gehen zum nächsten Punkt über. Man interagiert nicht miteinander, eben so, als ob man das Buch alleine liest.

    Die Idee ist gut, aber das Konzept könnte sicherlich überarbeitet werden – weniger Leser, mehr Tiefe in den Beiträgen und vielleicht eine Moderation, die darauf achtet, dass die Leute nicht nur schreiben „ich habe den Abschnitt gelesen und finde die Charaktere sehr eindrucksvoll gezeichnet. Nun bin ich gespannt, wie es im nächsten Abschnitt weitergeht“. Das ist nicht Sinn einer Leserunde!!

    Aber eine Leserunde auf Lovelybooks ist nicht anders oder besser. Dort bekommen auch 25 Leute ein Buch und die Ersten rasen durch das Buch, die Zweiten hängen hoffnungslos hinterher (was auch keine Diskussion aufkommen lässt) und die Dritten greifen das Buch ab und wurden nie mehr wieder gesehen.

    Ich erlaube mir jetzt mal Werbung zu machen – wenn Du anspruchsvolle Leserunden lesen möchtest, dann schau mal bei Leserunden.de vorbei. 🙂 Unsere LR sind immer autorenbegleitet und bis auf wenige Ausnahmen sind nicht mehr als 10 Leute am Start. Wir legen Wert auf Kommunikation untereinander.

    LG Babsi

    Gefällt 1 Person

  2. Hey danke für deine Werbung! Du hast mit allem absolut recht. Die Seite Leserunde.de kenne ich überhaupt nicht aber ich schau mal lang ! Autoren begleitet bzw. Mit einer Moderatorin macht es bestimmt mehr Spaß und ist auch sinnvoller. Wenn ich schon ein Buch mit mehreren Personen lese will ich mich auch richtig darüber unterhalten und das Geschehene auseinander nehmen 😊 Also Danke !
    Liebe Grüße 😊📚🐱

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  3. Ich habe festgestellt, dass Leserunden gar nicht so mein Fall sind. Gerade solche, bei denen man sich auf ein Buch bewirbt und dieses vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommt. Man geht eine Verpflichtung ein, und oft genug verdirbt mir dieser „Druck“ dann am Ende den Spaß am Buch.
    Vor allem bin ich, genau wie du, Schnellleser, und schaffe es durchaus innerhalb eines Wochenendes 600 Seiten zu lesen. Die Intervalle für Leserunden machen zwar Sinn, aber sind mir oft zu lang. Und wenn ich mir keine Notizen mache, wird es auch schwierig die Abschnitte nicht durcheinander zu bringen. ^^
    Trotzdem finde ich solche Aktionen nicht schlecht, und für die, die sich mit solchen Veranstaltungen gut organisieren können, sind Plattformen dieser Art eine tolle Erfindung.

    Liebe Grüße,
    Katja

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja, Leserunden können natürlich auch Spaßbremsen sein.
      Ich lese auch gerne mal ein gutes Buch in einer Nacht, aber in Leserunden ist das nicht Sinn und Zweck der Sache.
      Andererseits bekommt man bei LR mit dem Autor immer viel mehr Einblick in die Geschichte, in die Motive und Charaktere, als man es normalerweise bekommt.

      LG Babsi

      Gefällt 1 Person

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