-verschiedene Arten von Leser-

Was seit ihr für eine Art Leser?!

Ich habe mal beobachtet, was es so für lesende Personen in der Bahn gibt und was ich für einer bin.

1. Der Buchrückenquäler

Es hat mir früher das Herz gebrochen, wenn ich gesehen habe, wie andere Menschen in der Bahn um zu lesen ihr Buch einmal komplett umgeknickt haben. Mein Rückgrat hat sich zusammengezogen, als wäre auch ich einmal in der Hälfte gefalten. Es verursachte nicht nur mir Phantomschmerzen sondern auch dem Buch, indem es mehrere Leserillen reingedrückt bekommt.
Mittlerweile muss ich „leider“ gestehen, dass ich es oftmals ähnlich mache – nur, dass ich verhindere, dass Leserillen entstehen. Ich biege immer die linken Seiten einmal um das Buch, wenn ich gerade auf der Rechten lesen möchte. So liegt das Buch einfach besser in der Hand – und das natürlicherweise nur bei Taschenbüchern. Heute würde es mich aber auch nicht mehr stören Leserillen in ein Buch zu lesen. Meine liebste Buchreihe, die ich -ungelogen- schon mindestens 5 x gelesen habe, ist voll von Leserillen. Es zeigt wie sehr ich die Geschichte liebe und wie viele Menschen es schon gelesen haben, oder wie oft.

2. Die Nachteulen

Die Nachteulen bevorzugen es am Abend oder bis tief in die Nacht zu lesen. Ob sie nun einfach am Tag keine Zeit und Lust dafür haben oder schlafen … ganz egal. Die Nachteulen können im Schutz der Dunkelheit und Ruhe ihrem aktuellen Lesestoff ihre volle Aufmerksamkeit widmen und hören erst auf, wenn die Sonne wieder aufgeht. (Oder das Buch fertig gelesen ist Oder sie die Augen einfach nicht mehr aufhalten können!)
Ich habe, als ich noch zur Schule gegangen bin ( Man fühle ich mich alt, wenn ich das sage…) immer in den Sommerferien bis zum nächsten Morgen gelesen. Meine Mutter kam dann oftmals früh in mein Zimmer, wenn sie zur Arbeit musste und hat mich freundlichst darauf hingewiesen doch endlich mal schlafen zu gehen. Aber, wenn ein Buch so spannend ist, dass man eigentlich nicht aufhören möchte zu lesen und unbedingt wissen will wie es weiter geht – dann konnte ich es auch nie weg legen und es fällt mir heute noch schwer. Meistens lese ich – wie ich Zeit und Lust habe, also abends. Aber manchmal wird auch gelesen bis ich die Nase voll habe oder das Buch zu Ende ist.

3. Immer alles auf einmal!

Das kann zweierlei bedeuten. Entweder man ist ein Leser, der es schafft seine aktuelle Lektüre an einem Stück zu lesen und/ oder man ist die Art von Leser, der 10 Bücher parallel lesen kann ohne an einem die Lust zu verlieren.
Ob man ein Buch in einem Zug lesen kann kommt auf verschiedene Dinge an. Wie lang ist das Buch? Wie ist die Geschichte und Schreibstil? etc…

4. Die „Speedy Gonzales“ der Lesegemeinde

Eine Gruppe, zu der ich mich leider nicht zählen kann, da ich meistens doch ein eher langsamer Leser bin und mich von allem und jedem ablenken lassen kann.
Die Schnellleser der Nation könnten dutzende Bücher in einem Monat lesen und haben einen nie endenden Vorrat an Lesestoff. Ihr Jahresziel ist mehr, als meines für die nächsten 5 Jahre. Es ist bemerkenswert wie sie das schaffen und ich bin mir sicher irgend eine höhere Macht hat da ihre oder seine Finger im Spiel!

5. Optimisten und Pessimisten

Wenn es ums Lesen geht und um Bücher abbrechen gibt es Pessimisten und Optimisten. Die Pessis lassen das aktuelle Buch, dass sie einfach nicht überzeugen konnte einfach links liegen und greifen lieber zu einem Titel der sie mehr begeistern kann. Die Optis geben die Hoffnung nicht auf und versuchen bis zum Schluss durchzuhalten, egal ob sich die Geschichte verbessert oder nicht. Ähnlich verhält es sich auch mit Reihen. Wenn das erste Buch nicht überzeugen konnte, lest ihr dann trotzdem das nächste Buch der Reihe in der Hoffnung es würde besser werden?
Ich nicht! Wenn Teil 1 mir einfach nicht gefallen hat ist die Chance gleich Null, dass ich mich auch noch an die nächsten Bände setze.


Ich bin mir sicher, dass jeder Leser mehrere von mir genannte Arten vereint und es gibt noch dutzend weitere, die ich nicht erwähnt habe. Also – mit welcher Art von Leser könnt ihr euch identifizieren und welche habe ich vergessen?

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11 Gedanken zu “-verschiedene Arten von Leser-

  1. Wunderbare Aufstellung!
    Ich glaube, ich bin eine Nachteule + Speedy Gonzales (obwohl ich mir kein Ziel stecke, wie VIELE Bücher ich gelesen haben will) + Pessimist.
    Nur zu einer Spezies zählt glaube ich niemand, oder?

    Eine zusätzliche Art von Lesern fällt mir gerade noch ein: „Die Anstreicher“ – Leser, die sich tolle Passagen/Sätze/Worte im Buch markieren, weil es einfach sooo schön ist. Während das für andere undenkbar wäre da was reinzuschreiben 😀

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  2. Ich zähle mich zu einem – manchmal Buchrückenquäler, der gerne bis spät in die Nacht lesen würde, wenn die Augen nicht immer einen Strich durch die Rechnung machen. Im Durchschnitt schaffe ich 3-5 Bücher im Monat der als Pessimist durch die Regale geht…LiebeGrüsse

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  3. Ich gehöre eher zu den langsameren Lesern, damit ich das Buch sozusagen verinnerlichen kann. Auch eher Abends/Nachts, da ich meistens Bücher über Technischen Kram lese (Programmierung usw.) und man wie ich für mich gemerkt habe viel Ruhe braucht um diese Komplexität zu verstehen.
    Mehr als 2 Bücher gleichzeitig kann ich aber auch nicht lesen, sonst wird’s mir zu kompliziert 😀 , dabei sollten die Genres dann unterschiedlich sein und #Ankeharnisch – Anstreichen, das mache ich auch gerne! Mehr als drei Bücher im Monat lese ich aber nicht und die meisten leihe ich mir aus der Bücherei, schnuppere rein und wenn es mich nicht packt, zwinge ich mich auch nicht diese zu Ende zu lesen. Wenn ein Buch gekauft wird, dann muss es schon sehr Herausragend sein und bei z.B. Fantasy-Büchern kann es schon vorkommen das ich es in mich aufsauge und mit dem Lesen nicht aufhören kann.

    Grüße 😉

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  4. Huhu,

    Ich gehöre dann vermutlich mehr oder weniger zu den Schnelllesern. Aber da bin ich eher Mittelbereich mit etwa 70 Büchern im Jahr und etwa 5 im Monat.

    Ich bin eher opti beim Abbrechen. Ich versuche es zumindest erst mal noch.

    LG Corly

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  5. Ich zähle mich zu 2+3 🙂
    Lese am liebsten abends, bis in die Nacht hinein, bis mir die Augen zu fallen oder das Buch halt durch ist, hehe.
    Und ich lese ständig mehrere Bücher gleichzeitig. Das liegt aber häufig an Rezi-Fristen, hehe.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  6. Ich gehöre definitv zu den Nachteulen! Als ich noch zuhause gewohnt habe, war es abends einfach am ruhigstens und einfachsten zu lesen und jetzt wo ich alleine wohne bevorzuge ich die allgemeine Ruhe und Stille des späten abends bzw der Nacht immer noch!

    Und meistens verbindet sich das Nachteulen dasein auch noch mit dem alles in einem Rutsch lesen Phänomen! Ich hab dieses Jahr schon 2 oder 3 Bücher in einem durch gelesen – natürlich bis in die frühen Morgenstunden!

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