-I judge a book by it’s cover-

Ich weiß dieses Thema wurde schon viel diskutiert und besprochen. Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen auch noch meinen Senf dazuzugeben. Das erste Mal, dass ich einen Beitrag zu dem Thema gelesen habe, war bei der lieben Anna von Ink of Books (Cover Battle – Schlimm, schlimmer, deutsche Cover).
Hier soll es allerdings nicht um ein Battle gehen, denn obwohl viele deutsche Cover optisch nicht mit den Originalen mithalten können, haben sich die Verlage daran orientiert und sich den Originalen mehr und mehr angepasst. Mir ist es jetzt schon öfters aufgefallen, dass Cover (beinahe) eins zu eins vom originalen Titel übernommen wurden und das begrüße ich sehr. Allerdings gibt es auch einige englische Cover die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

Ich möchte allerdings hier keine Geschmacksfrage besprechen, sondern mich mehr mit Cover zu Inhalt beschäftigen, denn das ist es, was mir an Covern die meisten Bauchschmerzen bereitet. Ob man es schön findet ist die eine Frage, aber ob das Cover zum Thema passt eine ganz andere, aber wie ich finde auch sehr wichtige.

Beginnen wir einmal mit einem sehr aktuellen Beispiel. Es wurde schon viel diskutiert und bestimmt an die hundert Male bei Instagram und Twitter gezeigt. Die Maas-,,Fans“ sind empört über die Cover der deutschen ACOTAR Ausgaben. Ich kann mich da nur anschließen.

Quelle: vignette4.wikia.nocookie.net/acourtofthornsandroses

Falls jemand nicht wissen sollte worum es in diesen Büchern geht. Es beginnt im ersten Band mit einer Märchennacherzählung von Die Schöne und das Biest, allerdings mit Feen, Monstern, Krieg, Tod und Sex. Ich persönlich finde die originalen Cover wunderschön und finde sie vor allem passend zum Inhalt. Sie sehen erwachsen aus und mit Schwertern und einer starken Frauenfigur auf dem Titel, sehr dem Inhalt entsprechend.
Kommen wir nun zu der deutschen Übersetzung.

Quelle: amazon
Quelle: amazon

Vergessen wir nun einmal, wie uns das Cover persönlich gefällt und wie die Titel/Untertitel ins Deutsche transportiert wurden. Was sehen wir?
Ich würde sagen ein Kinder – bis Jugendbuch, nett gestaltet – also eher leichter Lektüre, mit viel Liebe. Das Cover sagt nichts darüber aus was im Inneren schlummert – Sex, Gewalt, Zwang oder der Kampf ums Überleben. Ich mein ja nur, im Kleid kämpfen? Da hilft auch Pfeil und Bogen nicht.

Also egal wie man die Bücher betrachtet, mir persönlich wird der Inhalt überhaupt nicht durch die Cover transportiert. Und – korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, aber war das nicht der Sinn von einem Cover – oder geht es nur darum, dass es hübsch aussieht?
Dem dtv Verlag ist es im Gegenzug bei Throne of Glass gut geglückt, da man sich sehr an die Cover der englischen Taschenbücher gehalten hat.

Kommen wir nun zu einem umgekehrten Fall. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein großer Fan von Jeaniene Frosts Büchern und war damals sehr froh, dass sie an einer ganz neuen Reihe mit einer neuen Welt arbeitete. Damals gab es zwei englische Cover und ein Deutsches, dass sich an eines der beiden Originale angelehnt hat.
Die Broken Destiny-Reihe ist – jedenfalls war sie es im ersten Band – schon etwas düsterer aber ein tolles Jugendbuch.
Broken Destiny: Dämonenasche von [Frost, Jeaniene]Bildergebnis für broken destiny jeaniene frost

Wer Bücher der Autorin kennt weiß, dass sie sehr erotisch und auch sehr Blut und Kampf beladen sind. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Cover wie im Deutschen weitergeführt würden. Ich finde, die deutschen Cover bringen die Stimmung und auch für welche Zielgruppe diese Bücher geschrieben wurden, gut zum Ausdruck. Ich persönlich denke bei diesen Pärchencover mit halbnacktem Mann immer an „Altweiberromane“, wie meine Mutter sie liest.

Bildergebnis für broken destiny deutschBildergebnis für broken destiny deutschThe Sweetest Burn: A Paranormal Romance Novel (A Broken Destiny Novel) von [Frost, Jeaniene]Ähnliches Foto

 

 

 

 

Es gibt natürlich auch Cover, wie bereits bei Throne of Glass erwähnt, die dem Originalen angelehnt sind und gut zum Thema des Buches passen. Allerdings MUSS es auch nicht eins zu eins übernommen werden. Wenn ein Verlag einem Buch ein neues Cover verpasst, was mit der Geschichte zu tun hat und sich daran orientiert, muss es für mich nicht auf das Original zurückgreifen. Gern sehe ich dann auch die Coverdesigner arbeiten und erfreue mich an anderen wunderschönen Titelbildern. Als Beispiel könnte man da die Cover der deutschen Übersetzungen von Rick Riordans Werken nehmen. Sowohl die englischen als auch die deutschen Ausgaben finde ich sehr schön und beide beziehen sich auf den Inhalt und sind Zielgruppen gerecht gestaltet.

Welche Buchtitel fallen euch zu dem Thema ein und warum?

Bildergebnis für rick riordan percy jackson
Ähnliches Foto

Es gibt noch so viele andere Beispiele, etwas die A Darker Shade of Magic Reihe von V.E. Schwab, deren deutsche Cover den Originalen zwar ähnlich sind, aber doch eigen oder das deutsche Cover von Three dark Crowns, von Kedare Blake.
Ebenso hatte ich bereits erwähnt, dass bereits viele Verlage versuchen das Coverdesign der Originale übertragen zu können, als Beispiele dazu hätten wir die Cover von Magonia von M. D. Headley oder  The Remnant Chronicles von M. E. Pearson.

Warum spreche ich dieses Thema an? Ich habe bei Covern, die meiner Meinung nach, nicht so ganz zu dem Inhalt passen immer den Gedanken, dass die Bücher die Reichweite bzw. das Publikum, dass sie erreichen könnten – deswegen nicht erreichen werden. Es gibt tolle Bücher mit grandiosen Inhalten, aber wenn wir ehrlich sind, sind Cover doch sehr wichtig. Ein Buch muss uns in den ersten Augenblicken begeistern, wenn wir durch eine Buchhandlung schlendern oder uns online umsehen. Ein Buch mit einem Cover, das uns nicht anspricht, werden wir höchstwahrscheinlich nicht kaufen. Natürlich kann man sich auch ein Buch mit wunderschönem Cover kaufen und der Klappentext klingt toll, aber am Ende war es ein Griff ins Leere, weil der Inhalt Schrott ist. (Dann kann mich sich immer noch mit dem schönen Cover trösten.) Genauso gibt es auch Bücher mit „schrecklichen“ Cover, dessen Inhalt grandios ist!

Nicht zu vergessen ist, das die Coverfrage natürlich ein sehr subjektives Thema ist. Jeder hat einen anderen Geschmack, eine andere Vorstellungskraft und eine eigene Fantasy, deswegen ist es unmöglich von jedem den Geschmack zu treffen. Trotzdem sollte es (nun schon zum zehnten Mal erwähnt) dem Inhalt gerecht werden. Außerdem finde ich es heutzutage nicht unerheblich, sich auch an den Geschmack der Leserschaft/ Zielgruppe und Fans zu orientieren. Immerhin sind das die Leser und potenziellen Käufer!

Aber was haltet ihr von diesem, doch schon sehr ausgelutschten, Thema? Schreibt es mir gern in die Kommentare und lasst die Diskussion beginnen!

#GedankensalatamSonntag

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24 Gedanken zu “-I judge a book by it’s cover-

  1. Hey Franzi
    Ich seh das gleich wie du, Cover sind Geschmackssache, aber sie sollten irgendwie zum Inhalt passen. Wenigstens ein bisschen, damit man eine grobe Ahnung bekommt mit was man es zu tun hat. Wenn Bücher, in denen es um Sex, Gewalt, Überleben etc geht und das so rosarot daherkommt wie das Reich der Sieben Höfe, ist das etwas fragwürdig. Mir ist klar, dass die Coverdesignern eine gewisse Zielgruppe ansprechen müssen, aber hier scheint die Zielgruppe zwischen 11-14 Jahren alt zu sein. Zumindest würde ich aufgrund des Covers darauf schliessen. Ich kenne die Bücher nicht, aber aufgrund deiner Beschreibung würde ich dass keinem 11 jährigen Mädchen geben. Ziel also verfehlt.
    Liebe Grüsse
    Julia

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    1. Ja, da hast du vollkommen recht. Klar sind 11 Jährige anders als vor 10 Jahren aber ich glaube trotzdem das die Cover die „falsche“ Hauptzielgruppe anspricht. Es ist eher etwas für Jugendliche/ Junge Erwachsene. Deswegen bin ich ganz deiner Meinung, dass das Ziel definitiv verfehlt wurde. Ich könnte mir deswegen auch vorstellen, dass die Bücher nicht so stark verkauft werden.
      Liebe Grüße und danke für dein Kommentar 😊

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  2. Hi!
    Ich kann deine Gedanken total verstehen! Ich habe oft das Gefühl, wenn mir das Cover nicht gefällt, dass sich ja auch niemand Mühe mit dem Inhalt gemacht haben kann. Ich weiß, dass das dann wieder ein Vorurteil ist, aber oftmals sollte sich der Verlag wirklich mehr Gedanken machen, wie sie den Inhalt besser verpacken können.
    LG Katharina

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  3. Huhu! Da sprichst du mir aus der Seele. Gerade viele Fantasy-Romane lese ich gar nicht erst aufgrund ihres Covers – Frauengesicht drauf, aus meinem Einkaufskorb raus. Vermutlich gehen mir da wirklich ein paar gute Geschichten durch die Lappen, aber solche Cover erzeugen in mir so einen Widerwillen, dass ich gar nicht anders handeln kann. 😕

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  4. Ein Cover muss mindestens zum Inhalt des Buches passen. Das muss keine Szene daraus sein, auch nicht die Protagonisten, gern auch die Kernaussage.
    Ein Cover dass nicht zum Inhalt passt, kann so gut sein wie es will, am Ende werde ich mich betrogen fühlen.

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  5. Die Bücher die du vorstellst habe ich, bis auf Percy Jackson, noch nicht gelesen, wobei das erste auf meiner Wunschliste steht. Das deutsche Cover finde ich aber auch komplett irreführend. Da wirkt das wirklich wie ein romantisches Jugendbuch, in dem ganz andere Themen behandelt werden. Nicht, dass es nicht schön ist, das ist es, ab es passt in meinen Augen leider wirklich nicht zum Inhalt. Finde das übrigens auch immer ärgerlich, wenn ein Cover nicht zum Inhalt passt. Anhand des Covers habe ich schon eine gewisse Vorstellung im Kopf und bin dann auch verärgert, wenn ich dann irregeleitet werde. Das muss schon einen Bezug haben und nicht nur dazu da sein, um sofort aufzufallen.

    In der Vergangenheit habe ich mich öfter mal verleiten lassen Bücher nur aufgrund eines schönen Covers zu kaufen, heute schaue ich mir die zwar trotzdem noch an, aber nehme sie nur mit wenn mir die Handlung auch zusagt. Mit einem schönen Cover kann man mich als nicht mehr ködern, da muss dann noch mehr kommen.

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    1. Das sollte man auch wirklich so handhaben aber trotzdem machen schöne Cover einen das Leben etwas schwerer. Dann möchte man so unbedingt das die Geschichte gut ist … Aber manchmal klappt es einfach nicht!
      Genau das ist auch ein großes Problem, das ich gar nicht angesprochen habe! Das man ganz falsche Erwartungen bekommt, wenn ein Cover nicht dem Inhalt entsprechend gestaltet ist. Warum machen das Verlage so ? Ich mein den Inhalt an sich kann man ja nun mal nicht Soooo anders interpretieren oder?

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  6. Was ich auch echt gruselig finde, sind die recht einfallslosen Cover zu den „Red Queen“ Reihe, die auf englisch DEFINITIV gerade durch das Cover lockt. Aber das gilt nicht nur für Cover, auch manche Titel (besonders bei Filmen) sind zum Gruseln kitschig und verdrehen den eigentlichen Inhalt und wie du selbst gesagt hast: Die Zielgruppe.

    Ein schöner, saftiger Beitrag übrigens, sehr angenehm zu lesen und ein bisschen das gemeinsame Empören teilen.

    Schönen Sonntag dir
    Katha

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  7. Hey, Franzi!
    Also ich finde, die Cover zu ACOWAR oder wie auch immer die Reihe heißt, nicht ganz so schlimm. Also die Deutschen. Und du hast ja angemerkt, dass man bei den Englischen Schwerter hat und bla. Aber dort hat sie auch Kleider an und da kann man schlecht kämpfen. Also nach den Bewertungen wäre das bei beiden. Ich mag die Cover und die deutschen passen eben auch sehr gut zusammen.
    Aber egal. Was eigentlich meine Hauptfrage ist: Sind die weiteren Bände von „Dämonenrache“ schon erscheinen von Jeaniene Frost? :ooooo *-* Ich mag die Cover so gern!

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    1. 😂ja stimmt! ist mir gar nicht aufgefallen das sie dort auch Kleider trägt! 😂trotzdem sind sie ja dem Inhalt nicht gerecht. Ich mein die Cover sehen nicht so aus als würde darin Gewalt vorkommen . Aber wie gesagt Cover sind nun mal Geschmackssache und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten! 😊
      Ne,aber die kommen demnächst relativ zeitnah beide raus. (August ’17 und Januar ’18 ! ) 😊Ich freu mich da schon sehr drauf aber werde den ersten Band von Broken Destiny nochmal lesen müssen 😅 weiß fast nichts mehr und hatte ihn damals gleich nach Erscheinen auf engl. Gelesen

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  8. Hey!
    Ich stimme dir da zu, Cover sollten zum Inhalt passen. Manchmal ist weniger auch einfach mehr. Ich mag zb auch gerne die Diogenes Cover, die viele nicht toll finden. Aber sie passen meistens. Ich kann mir die Benedict Wells Bücher beispielsweise auch einfach nicht mit einem anderen Cover vorstellen.

    Auch ich finde die Umsetzung der deutschen Cover von ACOTAR nicht sooo gelungen, trotzdem finde ich die deutschen nicht unschön. Nur nicht so schön und passend wie die englischen. Ich lese gerade den ersten Band und finde ihn großartig.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  9. Schwieriges Thema. Ich danke dir, dass du es aufgegriffen hast. Einerseits soll es ja primär um den Inhalt gehen bei Büchern. Schon richtig. Aber – ich weiß, platter Spruch – das Auge isst ja auch mit. Und wie bei einem guten Essen unterstreicht ein gutes und passendes Cover die Geschichte, kann m.E. sogar eine Art Anfangsstimmung aufbauen. Ich erinnere mich, dass mich das Bild des listig und frech schauenden Steindämons auf Jonathan Strouds „Bartimäus: Das Amulett von Samarkand“ zugreifen ließ. Ich hatte sofort eine Vorstellung von der Titelperson. Und gerade im Moment erlebe ich mit meinem derzeit erscheinenden Roman etwas Ähnliches. Die Testleser haben sich fast ausnahmslos positiv zum Cover geäußert. Sie hätten sofort ein Bild von der Stimmung gehabt. Da muss also irgendetwas dran sein. Ich jedenfalls werde für meine Bücher immer darauf achten, ob die Stimmung passt und die richtige Zielgruppe zum Kauf anregt. Wohl gemerkt: die RICHTIGE Zielgruppe. Nicht alle. 😉

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  10. Ich finde oft deutsche Cover schön, aber natürlich gibt es auch hässliche 😀
    Nya generell mache ich mir allgemein nicht soo viele Gedanken darüber… Aber lästern und aufregen kann man sich trotzdem gerne zu, vor allem mit Freunden haha
    Lg Moana

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