Kelly Barnhill – Das Mädchen, das den Mond trank (Rezension)

Das Buch hatte mich interessiert, seitdem es uns auf der Frankfurter Buchmesse in der Verlagsvorschau gezeigt wurde. Es klang nach einer fantastischen Geschichte mit Drachen, Magie und einem Mädchen, das zwischen Tod und Leben ihrer Heimat entscheiden würde. Aber hat es mir am Ende gefallen?

*kostenloses Rezensionsexemplar

Bildergebnis für kelly barnhill das mädchen das den mond trankInhalt: Das Protektorat, ein kleines Dorf umgeben von Sümpfen und Wald, wird von einer bösen Hexe beherrscht. Damit sie das kleine Dörfchen in Frieden lässt, opfern ihr die Menschen jedes Jahr das jüngste Kind. Niemand hat die Hexe je gesehen, doch die Angst vor ihr ist groß und der Widerstand gegen den Ältestenrat, der die Kinder holt, gering. Bis zu dem Tag an dem das jüngste Kind im Protektorat ein Mädchen namens Luna ist, dessen Mutter sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, dass man ihr Kind verschleppt.

Wie in jedem Jahr ist Xan auf dem Weg um wieder ein ausgesetztes Kind in ihre Obhut zu nehmen. Sie weiß nicht wieso man sie aussetzt, doch als sie das Mädchen mit dem Namen Luna mit sich nimmt und ihr aus Versehen Mondlicht zu trinken gibt, beschließt sie es selbst aufzuziehen. Doch Mondlicht ist pure Magie und Luna ist nun voll damit. Xan wird erst zu spät bewusst, was sie angestellt hat und muss nun versuchen Luna und das Land zu schützen.

Handlung: Ich habe bestimmt 200 Seiten gebraucht um irgendwie in die Geschichte zu kommen. Der Anfang ist sehr langsam und allgemein passiert im Buch nicht besonders viel. Erst auf den letzten 60 Seiten kommt alles zusammen, aber mit ständig wechselnden Perspektiven und so kurz, dass man nicht einmal genau sagen kann, was genau gerade passiert ist. Das Buch hat ca. 460 Seiten und auf über der Hälfte davon musste ich mit mir ringen es nicht abzubrechen.
Das Worldbuilding und die Idee waren sehr interessant. Gerade der Aufbau des Protektorats und die Politik darin fand ich sehr spannend. Die Autorin hat auch einen sehr angenehmen Schreibstil, aber am Ende war es einfach nichts für mich.

Charaktere: Hier kommt der Knackpunkt der Geschichte. Xan ist eine Jahrhunderte alte, erfahrene Hexe, aber kann nicht so richtig mit Kindern umgehen. Als sie Luna zu sich nimmt lässt sie ihr einfach alles durchgehen und versucht nicht einmal sie zu erziehen. Dann kommt sie auf eine grandiose Idee, die natürlich schief geht und … Dinge passieren. Die Hexe hat mich einfach zum Großteil frustriert und es mir so ein bisschen verdorben.
Luna ist ein aufgewecktes und neugieriges Kind und nachdem sie mit Xans „Idee“ kollidiert auch sehr wissbegierig und ruhig. Und soll am Ende so „mir nichts dir nichts“ die Welt retten… na ja.
Allgemein hat das Buch mehrere „wichtige“ Charaktere. Außer Luna und Xan sind da noch Antain, sein Onkel und Ältestenratsvorsitzender Gherland, eine Irre, ein Sumpfmonster, ein Drache etc., aus deren Sicht wir einen Einblick in das Geschehen bekommen. Viele Perspektiven zu haben stört mich an sich nicht, aber gerade am Ende war es für mich nichts halbes und nichts ganzes mehr. Es wurde ständig nur hin und her gewechselt, was bei mir kein Gefühl von Spannung aufbauen konnte sondern einfach nur lästig wurde. Auch hier gab es Handlungsstränge, die mich mehr interessierten als andere – aber das ist fast immer so.

Fazit: Leider habe ich schon beim Lesen der ersten Seiten gemerkt, dass die Geschichte nicht so ist, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich habe mich 0 für die Charaktere interessiert, die Handlung war mir zu langsam und ausschweifen und das Ende viel zu knapp und einfach. Die Welt war interessant, aber das Potenzial für meinen Geschmack nicht genutzt und die Magie einfach zu wenig erklärt. Ich hätte viel lieber etwas über Xans Vergangenheit erfahren anstatt Luna beim „Nichtstun“ zu begleiten. Schade, denn es klang so gut.

Das Mädchen, das den Mond trank bekommt ✩ ✩ ✩  von ✩ ✩ ✩ ✩ ✩ (2,5 von 5)

Hier findet ihr weitere Rezensionen zu diesem Buch:
-> von Anna (Ink of Books) 

-> von Charline (sternenbrise) 


Hardcover: 16,99 € (D)
Erschienen bei: Fischer Sauerländer Verlag
Seiten: 458
Sprache: Deutsch ( übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina)
Original: The Girl who Drank the Moon

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*Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

2 Gedanken zu “Kelly Barnhill – Das Mädchen, das den Mond trank (Rezension)

  1. Huhu Franzi!
    Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Manchmal ist aber das einfach so. Da kann man machen, was man will. Beim nächsten Buch wird alles anders!😊
    Ich wünsche dir ein frohes Osterfest!
    Liebe Grüße

    Liken

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