Sarah J. Maas – A Court of Frost and Starlight (3.1)

Wie viele andere habe ich das Erscheinen dieses Buches mit Spannung und kribbligen Fingern erwartet. Ich liebe die A Court of Thorns and Roses-Reihe und habe mich riesig gefreut mehr aus der Welt zu erfahren. Aber war es das Warten wert?


*Diese Rezension wird Spoiler zu den ersten 3 Büchern enthalten. Falls ihr diese nicht gelesen habt – worauf wartet ihr dann noch?
Media of A Court of Frost and Starlight
Quelle: Bloomsbury

Ich liebe diese Reihe so sehr, dass ich mir die Waterstones Exclusive Fan Art Edition bestellt habe (für rund 17€ als Taschenbuch, inkl. Versand). Sie ist wunderschön und ich liebe sie über alles. (Mal sehen was der dtv-Verlag damit macht …)
Zudem enthält sie eine 21-seitige Leseprobe zu dem nächsten Buch aus dem ACOTAR Universum – was ich nicht lesen werde, weil ich lieber auf das komplette Buch warte. Ich kann es kaum erwarten, was Sarah J. Maas wohl noch so aus dem Ärmel zaubert.

Erwartung: Das meine Erwartungen etwas höher waren konnte ich nicht verhindern – immerhin ist es Sarah J. Maas. Und obwohl ich wusste, dass dieses Buch nur eine Novella und den Übergang zum Spin-off ebnen sollte, hatte ich doch etwas anderes erwartet.

Handlung: Das Buch setzt kurz nach der Schlacht im dritten Teil an und der innere Kreis des Night Courts versucht die Welt, die aus den Fugen geraten ist wieder zu kitten und Ordnung in das Chaos zu bringen. Aber da die „Wintersonnenwende“ bevor steht bereiten sie sich auch auf ein paar freie Tage vor.  Klingt irgendwie nach einem Inhalt? Letztendlich ist jedoch wenig passiert.

Wir wurden auf den nur 229 Seiten in mehrere Perspektiven gedrückt (hauptsächlich Feyre und Rhysand, aber auch Cassian, Nesta und Mor). Ich konnte dadurch überhaupt nicht richtig in die Welt eintauchen und mich auf etwas konzentrieren. Klar es ist eine Novella und deswegen nur ein kurzer Einblick – aber trotzdem.
Feyres Handlungsstrang fand ich bis auf ein „paar“ Kleinigkeiten sehr schön, da sie eine ganz besondere Art findet mit ihrem Trauma umzugehen … allerdings passiert auch etwas was ich so nicht so gut gelöst fand. Auf bestimmt 200 Seiten wird beschrieben, dass die Welt noch im Chaos ist und man sich deswegen auf sich selbst bzw. aufeinander konzentrieren sollte und dann … kam am Ende eine Entscheidung die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Was mir nicht so gut gefallen hat war auch, dass Feyre sehr passiv geworden ist und nun „Herrin über den Schreibtisch“ war. Wo man sie doch z.B. in den Illyrian Camps hätte gebrauchen können!
Alles was Rhysand gemacht hat war irgendwie nur dabei zu stehen, zu delegieren oder darüber nachzudenken wie heiß Feyre ist und wie gern er sie besteigen will, also nicht so viel Handlung für ihn.
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Wir haben viel dazu gelesen was Cassian in den Illyrian Camps so treibt, was mich nicht so interessiert hat. Ich fand die Prämisse zwar spannend, aber fand, dass es für die Problemlösung, die er gesucht hat einfach mal eine weibliche Kriegerin aus den eigenen Reihen gebraucht hätte – falls ihr versteht was ich meine (also, wenn ich das Buch gelesen habt).
Zudem bekommen wir einen kleinen Einblick in die Situation von Feyres Schwestern Elain und Nesta, was mir mit den kurzen Szenen von Azriel am besten gefallen hat. Ich kann es wirklich kaum erwarten mehr über Nesta zu lesen und hoffe das Elain und ein anderer zusammenfinden, anstatt ihren „Mate“ weiterhin aufgedrängt zu bekommen.

Charaktere: Mit Feyre hatte ich schon immer so meine Probleme und fand sie, wenn es um Rhys und ihre „Aufgaben“ ging fast schon unerträglich. Genauso habe ich eine wachsende Abneigung gegenüber Rhysand verspürt. Jedenfalls, wenn sie allein waren. Zusammen mit ihren Freunden und Familie bzw. der kurze Abstecher zum Court of Nightmares haben mir dahingegen sehr gut gefallen und es war wieder wie „früher“.
Besser fand ich den Rest der Charaktere. Gerade der kurze Exkurs in Nestas Kopf war toll, da man eigentlich nur an ihr festmachen konnte, wie prägend und schrecklich das Erlebte in Band 3 gewesen war. Man merkt wie sie mit allem hadert und sich einfach nur ablenken möchte, um die schrecklichen Erinnerungen aus dem Kopf zu bekommen.

Die Kurzgeschichte/Novella war für mich leider etwas enttäuschend. Bis auf ein paar Szenen (wie, wenn alle aus dem inneren Kreis zusammen waren) hat mich nichts richtig packen können. Zudem fand ich den Schreibstil von Sarah J. Maas in dem Buch irgenwie anders – ein bisschen liebloser. Es wurde irgendwie ständig das selbe gesagt und immer wieder Dinge wiederholt, zudem war die Sexszene in dem Buch … einfach nicht meins!
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Trotzdem hat A Court of Frost and Starlight von mir eine Wertung von 2 1/2 ✩✩ von 5 ✩✩✩✩✩ bekommen.

Da ich voreingenommen an die Sache gehen und sie eine meiner liebsten Reihen ist, versuche ich diesen Band einfach aus meinem Gedächtnis zu streichen und so zu tun als wäre es nur ein Bilderbuch ohne Inhalt. Ich habe einfach Hoffnung auf die Folgebände und bin gespannt, welchen Charakteren wir näher folgen und was so alles passieren wird. Aber die Ausschnitte von Nesta, Cassian, Mor und Az haben mir Lust auf mehr gemacht.

Meine Meinung? Kann man, aber ich wäre vielleicht glücklicher ohne die Geschichte gewesen. Ich bereue es trotzdem nicht, da ich nun immer noch dieses Schmuckstück als Buch habe!


Hardcover: 12,99€ (D)     Taschenbuch: 8,49€ (D)
Erschienen bei: Bloomsbury
Seite: 224/229
Sprache: Englisch

5 Gedanken zu “Sarah J. Maas – A Court of Frost and Starlight (3.1)

  1. Hey 🙂
    Ich habe das Buch ebenfalls vor kurzem gelesen und ähnliche Punkte zu bemängeln wie du. Besonders was Rhys angeht. Wo ist der freche und ungenierte Typ aus den ersten zwei Bänden hin? Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass er zum absoluten Softie geworden ist und mich haben seine Gedankengänge auch oft gestört. Wie du sagtest ging es hauptsächlich um Feyre. Was ja hin und wieder auch ganz nett ist, aber bitte doch nicht nur noch.
    Ansonsten fand ich die Geschichte aber sehr angenehm zu lesen. Sie war sehr ruhig und irgendwie harmonisch. Ich hab mich beim Lesen auf die Terrasse gelegt, die Sonne genossen und für so einen Tag war diese seichte Novelle genau das richtige 🙂
    Liebe Grüße,
    Janika

    Gefällt 1 Person

  2. Hey,

    vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick in die Novelle. Sie steht auch bei mir zu Hause, weil ich gerne das Gefühl von Vollständigkeit habe. Gelesen habe ich sie aber noch nicht. Dafür muss erstmal Band 3 gelesen werden. 😉 Allerdings hatte ich so etwas schon erwartet. Manchmal müssen Bücher eben auch nicht sein. Lesen werde ich es sicher trotzdem. ^^

    Liebste Grüße
    Ella ❤

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